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Die Geschichte des ESV-Worms

Der Verein wurde im Jahre 1935 unter der Leitung des damaligen Amtsvorstandes des Reichsbahn-Maschinenamtes Worms im Jahnsaal der Gaststätte „Zwölf Apostel“ mit dem Namen „Reichsbahn-Turn-und Sportverein Worms“ gegründet.

Mit primitivsten Mitteln wurde zunächst der Turnbetrieb aufgenommen. Durch großzügige Unterstützung der damaligen Deutschen Reichsbahn nahm der neugegründete Verein jedoch einen schnellen und stetigen Aufschwung. So konnte nach kürzester Zeit mit dem Ausbau einer Sporthalle in den Anlagen des Bahnbetriebswerks begonnen werden, wobei gleichzeitig Wasch- und Umkleideräume gebaut wurden. In den Kellerräumen des Verwaltungsgebäudes wurden eine Kegelbahn und ein Schießstand eingebaut. Diese Anlagen ermöglichten bald einen regen Sportbetrieb.

1938 – ein Höhepunkt in der bewegten Vereinsgeschichte – kam es zur Fusion mit dem damals schon in ganz Deutschland bekannten „VfR Wormatia 08“ zum Großverein „Reichsbahn-Wormatia 08 Worms“. Im diesem Jahr schloss sich auch noch der Kraftsportverein Worms an.

Im Jahre 1942 übernahm der Verein die Turnhalle mit angrenzendem Sportplatz an der Würdtweinstraße. Diese Anlagen waren dem Verein bzw. der Reichsbahn von der Stadt Worms auf 99 Jahre übereignet worden.
Im Laufe des Krieges nahm der Sportbetrieb immer mehr ab; im Jahre 1945 kam es zur Einstellung des Sportbetriebes. Alle Sportanlagen und Sportgeräte sind durch die Kriegseinwirkungen verloren gegangen. Eine Wiederaufnahme des Sportbetriebs in den ersten Nachkriegsjahren war nicht möglich, weil in der französischen Besatzungszone Betriebssportvereine generell verboten waren. So kam es erst 1951 zur Wiedergründung.

Am 23. Juni 1951 fand, auf Initiative des Gewerkschaftssekretärs Helmut Kropp, in der Kantine des Bahnbetriebswerks Worms die Wiedergründung des Vereins statt. Laut Protokoll der Gründungsversammlung wurde der Verein zunächst unter dem Namen „Eisenbahn Turn- und Sportverein Worms“ gegründet. Bei der kurz danach erstellten und beschlossenen Satzung erhielt der Verein endgültig den heutigen Namen „Eisenbahner-Sportverein Worms“.

Die Gründungsversammlung mit 35 Anwesenden wählte den damaligen stellvertretenden Dienstvorsteher des Bahnbetriebswerks Worms, Eugen Hetzert, zum 1. Vorsitzenden. Nach der Wiedergründung des Vereins 1951 entstanden die Abteilungen für Kegeln, Fußball, Handball, Tischtennis, Schach und Singen. Zunächst konnten nur Freundschaftsspiele ausgetragen werden, da eine Aufnahme von Betriebssportvereinen in den Rheinhessischen Sportbund zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich war. Die Abteilungen Schach und Singen trennten sich aus verwaltungstechnischen Gründen bald wieder von uns und schlossen sich dem Bundesbahn-Sozialwerk an. Die Hauptsorge des Vereins nach der Wiedergründung galt der Schaffung neuer Sportstätten. Durch freiwilligen Arbeitseinsatz der Mitglieder und großzügiger Unterstützung der Bundesbahndienststellen konnte bereits im Oktober 1951 die Kegelbahn im Kellergeschoss des Betriebs-Wagenwerkes wieder ihrer Bestimmung übergeben werden. Zunächst mussten sich die Kegler jedoch mit den Tischtennis-Spielern die Räumlichkeiten der Kegelbahn teilen, da für die Tischtennis-Abteilung noch kein geeigneter Übungsraum zur Verfügung stand.

Die Kegelbahn wurde nach und nach ausgebaut, bis sie 1982 durch einen Neubau auf dem Vereinsgelände an der Schäferstraße in Worms-Neuhausen ersetzt wurde. Während in den alten Räumlichkeiten nur eine Asphaltbahn zur Verfügung stand, hat die neue Kegelsportanlage in der Schäferstraße zwei Asphaltbahnen und ein Vereinsheim.

Die Stadt Worms stellte dem ESV an der Hafenstraße Gelände zur Verfügung, so dass in Eigenhilfe aus einem Acker ein für Fußball und Handball gleichermaßen gut geeignetes Spielfeld geschaffen werden konnte. Die Handballer, die am Anfang in Freundschaftsspielen einige beachtlche Erfolge erzielt hatten, zeigten immer weniger Interesse und so wurde die Handballabteilung bald wieder aufgelöst.

1956 musste das Gelände an der Hafenstraße zwecks Nutzung für industrielle Zwecke an die Stadt zurückgegeben werden. Die Fußballer mussten nun, da in Worms kein geeigneter Sportplatz zur Verfügung stand, nach Mettenheim ausweichen. So mussten die Fußballer praktisch immer Auswärtsspiele bestreiten, was nicht ideal war und immer wieder zu Schwierigkeiten führte und im Jahre 1964 kam es dann zur Auflösung der Fußballabteilung. Zwischenzeitlich hatten sich die anderen Sportabteilungen ständig vergrößert; neue Abteilungen kamen hinzu. Immer mehr Eisenbahner und auch Nichteisenbahner (der ESV war von Anfang an auch für Nichteisenbahner offen) waren an einer sportlichen Betätigung im Eisenbahner-Sportverein interessiert, so dass sich der Verein stets aufwärts entwickelte.

1954 wurde eine Schießabteilung ins Leben gerufen. Als Trainingsstätte für Luftgewehrschießen diente zunächst die Kegelbahn. So war die Kegelbahn in den ersten Jahren nach der Wiedergründung des Vereins zur Drehscheibe des Vereinslebens geworden. Sie stand den Keglern, Schützen und Tischtennis-Spielern als Sportstätte zur Verfügung.
Das Interesse am Schießsport war jedoch so groß, dass man 1960 die Übungsstunden in das angemietete Nebenzimmer der Gastwirtschaft „Zur Krone“ in Worms-Neuhausen verlegte. Auch hier waren schnell die Grenzen erreicht und man entschloss sich, eine eigene Schießsportanlage zu bauen. Im Jahr 1964 wurde der Schießbetrieb in der eigenen Anlage an der Schäferstraße aufgenommen. Die Anlage wurde nach und nach erweitert; der Ausbau der Schießsportanlage fand 1977 mit dem Abbruch des alten D-Zugwagenkastens seinen vorläufigen Abschluss. Heute steht den ESV-Schützen eine großzügig ausgebaute Anlage mit 12 Luftgewehrständen, 10 Sportpistolenständen und 4 KK-Ständen (auch für Zimmerstutzen) sowie ansprechende Aufenthaltsräume zur Verfügung.
Auch die Tischtennisabteilung hatte nach dem Intermezzo in den Räumen der Kegelbahn eine eigene Übungsstätte gefunden.
1956 wurde im Gelände des Bahnbetriebswerks eine Baracke entsprechend hergerichtet. Heute haben die Tischtennis-Spieler ihr Domizil in der Pestalozzischule und der Karmeliter-Realschule. Dort stehen die Schulsporthallen an mehreren Abenden in der Woche für den Übungs- und Spielbetrieb zur Verfügung.

Im Jahre 1993 hat sich die Tischtennis-Abteilung des VfR Wormatia 08 von ihrem Verein getrennt und sich komplett dem ESV Worms angeschlossen.
Eine weitere Sportabteilung unseres Vereins, die Angelsportabteilung, wurde am 10. April 1962 aus der Taufe gehoben. 10 Jahre lang bestand jedoch das Problem, der Abteilung ein geeignetes Angelgewässer zur Verfügung zu stellen. Nach mehreren misslungenen Versuchen, ein Gewässer zu finden, gelang es, ab 1. Januar 1972 ein sehr schönes (heute 2 ha großes) Angelgewässer in der Gemarkung Alsheim langfristig zu pachten.
Im Jahre 1965 feierte der Eisenbahner-Sportverein sein 30-jähriges Vereinsjubiläum. Mit einer Reihe von Sportveranstaltungen und einem Festkommers konnte sich der Verein der Öffentlichkeit präsentieren.
Der Sportbetrieb weitete sich immer mehr aus; mit weiteren Sportarten boten die Verantwortlichen des ESV den Mitgliedern neue Möglichkeiten sportlicher Betätigung.
Seit Januar 1968 werden Gymnastikstunden abgehalten, im März 1974 kam noch Joga hinzu. Die Übungsstunden finden in den Sporthallen der Staudingerschule und der Pestalozzischule statt. Für den Übungsbetrieb stehen vom Sportbund lizenzierte Übungsleiter zur Verfügung.

Im Januar 1969 wurde eine Schachabteilung gegründet. Über viele Jahre hinweg herrschte reger Schachbetrieb. Sehr intensiv wurde Jugendarbeit betrieben.

Die Schachspieler des Vereins waren sehr erfolgreich. Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre war der Höhepunkt des Erfolges. Durch Wegzug der Übungsleiter und anderer Verantwortlichen der Abteilung ließ das Interesse am Schach nach und der Schachbetrieb musste 1999 eingestellt werden.

Die jüngste Abteilung des Vereins ist die Wanderabteilung. Angeboten wird Wandern seit 1979. Die damals ins Leben gerufene Wandergruppe wurde 1983 zur Abteilung erhoben.

Im Jahre 1985 feierte der Verein sein 50-jähriges Bestehen. Im Laufe des Jahres wurde mehrere Sportveranstaltungen durchgeführt. Eine akademische Feier im Oktober 1985 rundete die Jubiläumsveranstaltungen ab.

Durch unermüdlichen und uneigennützigen Einsatz vieler freiwilliger Helfer aus den Reihen der Mitglieder und durch finanzielle Unterstützung der damaligen Bundesbahn war es möglich, vereinseigene Sportanlagen an der Schäferstraße in Worms-Neuhausen zu schaffen. Das ca. 3000 qm große Grundstück konnte 1999 vom damaligen Eigentümer (Bundeseisenbahnvermögen) gekauft werden. Obwohl heute noch Darlehen zurückzuzahlen ist, war der Kauf richtig, brachte es dem Verein doch die notwendige Unabhängigkeit und Selbstständigkeit ohne fremde Auflagen.

In diesem Zusammenhang muss erwähnt werden, dass der Verein ehrenamtlich geführt wird und fast alle Arbeiten, insbesondere was die Instandhaltung und Pflege der Sportanlagen betrifft, in Eigenhilfe erledigt werden. Ohne die Ehrenamtlichkeit wäre der Sportbetrieb des Vereins nicht finanzierbar.
Seit der Wiedergründung im Jahre 1951 fand nur zweimal ein Wechsel im Vereinsvorsitz statt, was eine kontinuierliche Vereinsarbeit möglich machte. Der 1951 in der Gründungsversammlung gewählte 1. Vorsitzende Eugen Hetzert leitete den Verein bis zu seinem Wegzug aus Worms im Jahre 1963. Anschließend bis 1977 führte Friedel Didzun den Verein; seit 1977 steht Dieter Wolf an der Spitze des Vereins.
Im Laufe der Jahre hat sich der ESV Worms zu einer erfolgreichen und allseits geachteten Sportgemeinschaft entwickelt. Großartige sportliche Leistungen haben ihm weit über die Grenzen von Worms hinaus Anerkennung eingebracht.
Heute bietet der Eisenbahner-Sportverein Worms 600 Mitgliedern in sechs Sportabteilungen die Möglichkeit sportlicher Betätigung, wobei der Breitensport im Vordergrund steht. Der Interessierte findet im ESV nicht nur Sport in der Gemeinschaft, sondern auch Geselligkeit, Kameradschaft und die so wichtige Begegnung zwischen den Menschen. Der Verein wurde zunächst als Verein für Eisenbahner gegründet, obwohl von Anfang an auch Nichteisenbahner Mitglied werden konnten. In den Anfangsjahren waren die Eisenbahner und deren Angehörigen in der Mehrzahl; heute ist es umgekehrt, die überwiegende Zahl an Mitgliedern sind Nichteisenbahner.

Der ESV ist Mitglied in folgenden Fachverbänden:

Sportbund Rheinhessen, Pfälzischer Schützenbund, Rheinhessischer Tischtennis-Verband (RTTV) , Stadtsportverband Worms, Verband Deutscher Eisenbahner-Sportvereine (VDES).

Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt und unter Nr. 10459 im Vereinsregister des Amtsgerichts Mainz eingetragen.